Beim Studentenkredit erfolgt die Auszahlung des Kreditbetrages,
anders als beim klassischen Kredit, nicht in einer Gesamtsumme, sondern
in monatlichen Auszahlungsbeträgen an den Kreditnehmer. Der Student
beantragt den Kredit, erhält im Regelfall die Zusage und ab diesem
Zeitpunkt monatlich einen festgesetzten oder auch variablen Betrag zur
Deckung des Lebensunterhaltes etc. überwiesen. Die Auszahlungsdauer ist
im Regelfall auf maximal 60 Monate festgesetzt.
Die Geldinstitute erwarten nach der Auszahlungsphase im Regelfall
keinen sofortigen Beginn der Tilgung des Darlehens, sondern gewähren
eine sogenannte Berufsfindungsphase, in der noch keine Darlehenstilgung
erfolgt. Erst ca. 3 Monate nach Berufsstart bzw. im Regelfall ca. 12
Monate nach Beendigung des Studiums wird die ratierliche Rückzahlung
vom Darlehensnehmer aufgenommen. Einige Kreditinstitute gewähren auch
eine 2jährige Berufsfindungsphase, in der noch keine Rückzahlungen
geleistet werden.
Zudem wird erst nach Beendigung der rückzahlungsfreien Zeit mit dem
Kreditinstitut gemeinsam ein Ratenzahlungsplan erarbeitet, in dem auch
erst zu diesem Zeitpunkt die Höhe der monatlichen Raten festgelegt
wird. Zudem können meistens beim Studentenkredit bereits während der
Auszahlungsphase Sondertilgungen bzw. die komplette Ablösung des
Studentenkredites vorgenommen werden.
Sofern beim Geldinstitut bereits ein Studentenkonto geführt wird,
entfallen bei einigen Kreditgebern die Bearbeitungsgebühren für den
Studentenkredit. Wie bei einem klassischen Kredit wird auch beim
Studentenkredit vor der Bewilligung eine Bonitätsprüfung
(Schufa-Auskunft) fällig.